Update: Coronavirus – Hilfen für Unternehmen

Update: Coronavirus – Informationen für Unternehmen

Sowohl die Bundes- als auch die Landesregierung von NRW haben Hilfen für Unternehmen in Aussicht gestellt, die besonders von den Folgen der Coronavirus-Pandemie betroffen sind.  Unternehmen, die von der Krise betroffen sind, finden nachstehend eine Übersicht der aktuell zur Verfügung stehenden Bundes- und Landeshilfen sowie die Kontaktdaten der jeweiligen Servicestellen.

Bei der WFG Kreis Viersen können sich Unternehmer, die von den wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise betroffen sind, unter der Rufnummer 02162-8179106 informieren. Fragen zu diesem Thema können auch per Mail an armin.moeller(a)wfg-kreis-viersen.de gerichtet werden.

Überbrückungshilfe III – Antragsstellung jetzt möglich!

Wer ist antragsberechtigt?

  • Unternehmen aus allen Wirtschaftsbereichen
  • Soloselbstständige und selbstständige Angehörige der freien Berufe im Haupterwerb
  • Gemeinnützige Organisationen unabhängig von der Rechtsform, sofern sie wirtschaftlich tätig sind

Mit der Überbrückungshilfe III werden Unternehmen, Soloselbständige und Freiberufliche aller Branchen mit einem Jahresumsatz bis zu 750 Millionen Euro unterstützt, die im Zeitraum von November 2020 bis Juni 2021 einen Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent im Vergleich zum Referenzmonat im Jahr 2019 verzeichnen können. Die Antragstellung erfolgt über prüfende Dritte (Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Rechtsanwälte oder vereidigte Buchprüfer)

Die Überbrückungshilfe soll Unternehmen, Soloselbstständige sowie Freiberuflerinnen und Freiberufler, die von den Maßnahmen zur Pandemie-Bekämpfung besonders stark betroffen sind, unterstützen. EDie Überbrückungshilfe III kann bis zum 31. August 2021 beantragt werden und beinhaltet im Vergleich zur Überbrückungshilfe II folgende Änderungen:

  • “November- und Dezember-Fenster” in der Überbrückungshilfe: Erweiterung des Zugangs zu den Überbrückungshilfen für die Monate November bzw. Dezember 2020 auch für Unternehmen, die im Vergleich zum jeweiligen Vorjahresmonat einen Umsatzeinbruch von mindestens 40 Prozent erlitten haben und keinen Zugang zur Novemberhilfe und/oder Dezemberhilfe hatten. So wird weiteren Unternehmen geholfen, die von den Schließungsmaßnahmen im November und Dezember 2020 hart getroffen wurden, ohne von der November- und/oder Dezemberhilfe erfasst zu sein. Im Übrigen bleibt es bei der Zugangsschwelle von 50 Prozent Umsatzrückgang für zwei aufeinanderfolgende Monate bzw. 30 Prozent seit April 2020.
  • Erhöhung des Förderhöchstbetrags pro Monat von bisher 50.000 Euro auf 200.000 Euro und Ausweitung der Antragsberechtigung durch den Wegfall der Beschränkung auf kleine und mittlere Unternehmen. Nunmehr sind alle Unternehmen bis maximal 500 Mio. Euro Jahresumsatz in Deutschland antragsberechtigt.
  • Der Katalog erstattungsfähiger Kosten wird erweitert um bauliche Modernisierungs-, Renovierungs- oder Umbaumaßnahmen für Hygienemaßnahmen bis zu 20.000 Euro. Damit wird Unternehmen geholfen, die Anstrengungen unternehmen, um die Hygieneanforderungen zu erfüllen. Außerdem sind Marketing- und Werbekosten maximal in Höhe der entsprechenden Ausgaben im Jahre 2019 förderfähig.
  • Abschreibungen von Wirtschaftsgütern werden bis zu 50 Prozent als förderfähige Kosten anerkannt. So kann etwa ein Schausteller, der ein Karussell gekauft hat und per Kredit oder aus dem Eigenkapital finanziert hat, die Hälfte der monatlichen Abschreibung als Kosten in Ansatz bringen.
  • Neustarthilfe für Soloselbständige: Damit soll der besonderen Situation von Soloselbständigen, insbesondere Künstlerinnen und Künstlern und Kulturschaffenden Rechnung getragen werden. Zu den zu berücksichtigenden Kosten soll für diese Gruppe künftig eine einmalige Betriebskostenpauschale von 25 Prozent des Umsatzes im Vergleichszeitraum zählen.

Weitere und detaillierte Informationen bündelt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) unter diesem Link. Die wesentlichen Fragen zur Handhabung der Überbrückungshilfe sowie die wichtigsten Fragen und Antworten zu den Überbrückungshilfen I und II sowie zur November- und Dezemberhilfe sind in den hier verlinken FAQ zusammengefasst.

 

Kurzarbeitergeld

Erleiden Firmen in Deutschland durch die Folgen von Corona Auftragsengpässe, ist dafür ein Ausgleich über Kurzarbeitergeld (KUG) möglich.  Ein auf Grund oder in Folge des Corona-Virus und/oder der damit verbundenen Sicherheitsmaßnahmen eingetretener Arbeitsausfall beruht im Regelfall auf einem unabwendbaren Ereignis oder auf wirtschaftlichen Gründen im Sinne des Paragraphen 96 Abs. 1 Nr. 1 SGB III. Ein Ausgleich des Arbeitsausfalls mit Hilfe des konjunkturellen Kurzarbeitergeldes ist damit grundsätzlich möglich.

Wichtig ist, dass Betriebe und Unternehmen im Bedarfsfall bei ihrer zuständigen Agentur für Arbeit Kurzarbeit anzeigen. Informationen Kurzarbeitergeld

Servicehotline für Arbeitgeber:  0800-45555 20

 

Tätigkeitsverbot und Verdienstausfall

Wer aufgrund des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) einem Tätigkeitsverbot unterliegt und einen Verdienstausfall erleidet, ohne krank zu sein, erhält grundsätzlich eine Entschädigung. Weitere Informationen erhalten Sie beim LVR (Landschaftsverband Rheinland) unter folgender Rufnummer: 0221-809-5444

Weitere Informationen sowie die Anträge für die Erstattung von Arbeitgeberaufwendungen bzw. Entschädigungsanträge für Selbstständige finden Sie unter diesem Link.

Zu Informationen über Fördermaßnahmen des Bundes, die in Verbindung mit der Coronavirus-Krise wenden Sie sich bitte an die Hotline des Bundeswirtschaftsministeriums für allgemeine wirtschaftsbezogene Fragen zum Coronavirus 030-18615-1515