{"id":22645,"date":"2022-12-28T16:17:39","date_gmt":"2022-12-28T15:17:39","guid":{"rendered":"https:\/\/wfg-kreis-viersen.de\/?p=22645"},"modified":"2022-12-28T16:21:51","modified_gmt":"2022-12-28T15:21:51","slug":"mehr-tierwohl-kostet-auch-mehr-geld","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wfg-kreis-viersen.de\/en\/mehr-tierwohl-kostet-auch-mehr-geld\/","title":{"rendered":"Mehr Tierwohl kostet auch mehr Geld"},"content":{"rendered":"<p>Theo Lenzen, Agrarberater der Wirtschaftsf\u00f6rderungsgesellschaft (WFG) f\u00fcr den Kreis Viersen, geht davon aus, dass die landwirtschaftliche Tierhaltung sich ver\u00e4ndern und verkleinern wird. Bei einer Veranstaltung zum Thema \u201eAuswirkungen der aktuellen Entwicklungen im Bereich Tierhaltung auf die Zukunft der Landwirtschaft\u201c in M\u00f6nchengladbach im Rahmen des Projekts \u201eSchwein haben\u201c unterstrich Lenzen als Experte auf dem Podium, dass Nachhaltigkeit und Tierwohl, noch mehr als bisher schon, in den Fokus genommen werden wird.<\/p>\n<p>Er ist \u00fcberzeugt, dass unsere Landwirte, aufgrund ihrer durchweg sehr hohen unternehmerischen Qualifikation, auch diese Herausforderungen der Zukunft an die Wirtschaftlichkeit unserer regionalen Tierhaltung meistern werden.<\/p>\n<p>Auf Einladung des KAB-Di\u00f6zesanverbandes Aachen als Tr\u00e4ger des Projekts diskutierten rund 60 Teilnehmer die Thematik. Die meisten von ihnen sind gegen eine Industrialisierung und Intensivierung der Landwirtschaft, f\u00fcr eine begrenzte Produktion in der Tierhaltung, f\u00fcr \u201eKlasse statt Masse\u201c, ein ausgewogenes Preis-Leistungs-Verh\u00e4ltnis, angemessene Entlohnung der Erzeuger und Aufwandsentsch\u00e4digung sowie regional statt global, hatte eine Befragung ergeben. Doch ein Umbau der Schweinezucht in Richtung zu mehr Tierwohl und Nachhaltigkeit k\u00f6nne nur durch die Gesellschaft getragen werden, sagte Bernhard Conzen, Pr\u00e4sident Rheinischer Landwirtschafts-Verband (RLV). Die Landwirte st\u00fcnden im internationalen Wettbewerb; ohne eine staatliche F\u00f6rderung k\u00f6nnten sie die Kostensteigerungen nicht stemmen.<\/p>\n<p>\u201eDie Gesellschaft bekommt die Landwirtschaft und Tierhaltung, die sie verdient. Sie muss sich fragen, was ihr eine extensive Landwirtschaft wert ist\u201c, sagte Thomas Genfeld, Landwirt aus Schwalmtal mit konventioneller Schweinezucht, als einer der Fachleute auf dem Podium. Denn viele Konsumenten bekunden, dass sie daf\u00fcr sind, dass die Erzeuger in der Landwirtschaft angemessen entsch\u00e4digt werden sollten, zahlten dann aber doch den g\u00fcnstigeren Preis an der Ladentheke. Die Biovermarktung stecke in der gr\u00f6\u00dften Krise, seit es Bio gebe, erkl\u00e4rte Christoph Leiders, Biolandwirt vom Stautenhof in Willich-Anrath: \u201eNachhaltigkeit spielt keine Rolle mehr.\u201c<\/p>\n<p>Auch die Politik sei in der Pflicht, finanzielle Unterst\u00fctzung der Landwirte zu leisten, um ihr \u00dcberleben zu sichern, betonte Professor Dr. Friedhelm Jaeger, Ministerialrat f\u00fcr Tierschutz, Tiergesundheit und Tierarzneimittel aus dem NRW-Ministerium f\u00fcr Umwelt und Landwirtschaft: \u201eWenn ich mehr Tierwohl als Gesellschaft will, muss ich bereit sein, einen Gesellschaftsvertrag einzusetzen und Steuergelder nehmen sowie mehr selbst als Konsument zahlen.\u201c<\/p>\n<hr \/>\n<p>Info:<\/p>\n<p>Das Projekt \u201eSchwein haben\u201c wird getragen von der Katholischen Arbeitnehmer Bewegung in Kooperation mit den Katholikenr\u00e4ten Heinsberg und M\u00f6nchengladbach. Gef\u00f6rdert wird es durch die Stiftung Umwelt und Entwicklung.<\/p>\n<p>Ziel des Projekts: Mit Veranstaltungen und Diskussionen Informationen liefern f\u00fcr die Meinungsbildung rund um das Thema Schweinehaltung,<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Theo Lenzen, Agrarberater der Wirtschaftsf\u00f6rderungsgesellschaft (WFG) f\u00fcr den Kreis Viersen, geht davon aus, dass die landwirtschaftliche Tierhaltung sich ver\u00e4ndern und verkleinern wird. 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