{"id":8648,"date":"2019-11-26T16:48:08","date_gmt":"2019-11-26T15:48:08","guid":{"rendered":"https:\/\/wfg-kreis-viersen.de\/?p=8648"},"modified":"2022-01-29T15:48:29","modified_gmt":"2022-01-29T14:48:29","slug":"so-funktioniert-gesundes-bauen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wfg-kreis-viersen.de\/en\/so-funktioniert-gesundes-bauen\/","title":{"rendered":"So funktioniert gesundes Bauen"},"content":{"rendered":"<p><b>Beispiel aus der Praxis: Das Holz-Glas-Haus \u201eBlutbuche\u201c in Nettetal <\/b><\/p>\n<p>\u201eGesundes Bauen\u201c ist das Gebot der Stunde. Aber wie funktioniert das in der Praxis? Das stellte das Projekt \u201eHealthy Building Network\u201c jetzt in Nettetal vor. Bei einem Baustellenbesuch lernten Vertreter der Baubranche den Neubau eines Holz-Glas-Hauses in Nettetal-Schaag kennen.<\/p>\n<p>Solche Best-Practice-Beispiele wie der Holz-Glas-Neubau in Nettetal geh\u00f6ren dazu, um das Bewusstsein f\u00fcr gesundes Bauen zu sch\u00e4rfen und Bauweisen zu entwickeln, die einer modernen Kreislaufwirtschaft entsprechen. Das Interesse ist gro\u00df: In Nettetal lie\u00dfen sich rund 70 Vertreter vom Architekten bis zum Baustoffh\u00e4ndler \u00fcber das Konzept des Geb\u00e4udes informieren.<\/p>\n<p>Das Nettetaler Projekt tr\u00e4gt den Namen \u201eBlutbuche\u201d. Gemeinsam mit dem Architekten Werner Grosse haben Anthoula Kapnidou (Innenarchitektin) und Birgit Hilgenfeld (Heilpraktikerin) ein Low-Tec Haus konzipiert, das den als Naturdenkmal ausgewiesenen Baum in die Pl\u00e4ne einschlie\u00dft. Die Blutbuche steht vor dem Haus, das Geb\u00e4ude quasi \u201everkehrt\u201c herum: Der Haupteingang liegt im hinteren Bereich. Jemand, der die Stra\u00dfe entlanggeht, sieht zun\u00e4chst einmal das Naturdenkmal und erst sp\u00e4ter das Haus. Das Geb\u00e4ude ber\u00fccksichtigt zu gro\u00dfen Teilen die Prinzipien des gesunden Bauens und der Kreislaufwirtschaft. Es soll sich durch den Einsatz nat\u00fcrlicher Materialien positiv auf die Gesundheit und die heilsamen Kr\u00e4fte des K\u00f6rpers auswirken. Mit der Bauweise soll der Bauherr auch unabh\u00e4ngig von preislichen Marktschwankungen auf dem Energiesektor sein.<\/p>\n<p>Vor Ort konnten sich die Vertreter der Baubranche \u00fcber Pl\u00e4ne und Bauweise austauschen. So geht es darum, nat\u00fcrliche Ressourcen zu schonen, einen Klimaaustausch ohne Technik \u00fcber Luftzirkulation zu erzeugen, f\u00fcr eine gute Akustik zu sorgen und W\u00e4rmeenergie zu speichern. Verwendet wurde nur unbehandeltes Holz. Dabei wurde auf eine patentierte Bauweise mit Sechseck-H\u00f6lzern zur\u00fcckgegriffen, die durch Holzd\u00fcbel verbunden werden. So kommt man ohne Leim und Metall aus. Probleme mit Insektenbefall werden nicht erwartet; diese gibt es nur bei feuchtem Holz. Das bei diesem Bau verwendete Holz ist allerdings unbehandelt.<\/p>\n<p>Verbaut wurden circa 80 Kubikmeter Holz. Dies entspricht einer CO2-Einsparung von rund 80 Tonnen. Diese Menge Holz w\u00e4chst in Deutschland in etwa 19 Sekunden nach. Durch den hohen Vorfertigungsgrad konnte der Bauk\u00f6rper in nur etwa zehn Tagen errichtet werden.<\/p>\n<p>Die in Nettetal angewendete Bauweise ist auch f\u00fcr B\u00fcro- und Gewerbegeb\u00e4ude denkbar. In dieser Technik wurde auch auch bereits Altentagesst\u00e4tten und Schwimmhallen realisiert.<\/p>\n<p>Keine Probleme habe es bei Bauantrag und Genehmigung gegeben, erkl\u00e4rte Innenarchitektin Kapnidou, und die Baukosten seien vergleichbar mit denen bei einer herk\u00f6mmlichen Bauweise. Das Projekt soll Mut machen und andere dazu inspirieren, auch regional neue Wege zu gehen. So wurde in Nettetal Wert gelegt auf die Beteiligung regionaler Firmen. Das entspricht dem Gedanken des Projekts Healthy Building Network: Die Branche soll das Bewusstsein f\u00fcr gesundes Bauen entwickeln und so zu einer Modellregion werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Beispiel aus der Praxis: Das Holz-Glas-Haus \u201eBlutbuche\u201c in Nettetal \u201eGesundes Bauen\u201c ist das Gebot der Stunde. Aber wie funktioniert das in der Praxis? Das stellte das Projekt \u201eHealthy Building Network\u201c jetzt in Nettetal vor. Bei einem Baustellenbesuch lernten Vertreter der Baubranche den Neubau eines Holz-Glas-Hauses in Nettetal-Schaag kennen. 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