Healthy Building Network

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Ziel ist die Schaffung eines grenzüberschreitenden Ökosystems, in dem die Grenze nicht länger als Barriere erfahren wird. Eine Chance, um zusammen an Innovationen auf dem Gebiet des zirkulären und gesunden Bauens zu arbeiten.

Die Grenze von der Barriere zur Chance

Innerhalb der Regio Rhein Maas Nord (RMN) ist auf beiden Seiten der Grenze Wissen vorhanden, das für „gesundes zirkuläres Bauen” genutzt werden kann. Wo man in Deutschland bei Materialkenntnissen, Energieeffizienz und den Produktstandards vorangeht, verfügt man in den Niederlanden eben über mehr Wissen und Sachkenntnisse auf der Verfahrensseite, dem Design und dem Marketing für gesundes Bauen. Dieses komplementäre Wissen wird leider unzureichend miteinander geteilt und gekoppelt. Die Grenze stellt noch immer eine Barriere dar, da die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), Entwicklungsgesellschaften, Bildungseinrichtungen und Gemeinden vor allem innerhalb der Landesgrenzen operieren. Dieses Projekt wird Bürgern, Gemeinden, Kompetenzzentren und vor allem auch den KMU auf beiden Seiten der Grenze näher miteinander in Kontakt bringen, damit sich die Region auf diesem Gebiet weiter entwickeln und auf dem Gebiet des gesunden zirkulären Bauens führend werden kann. Ziel ist die Schaffung eines grenzüberschreitenden Ökosystems, in dem die Grenze nicht länger als Barriere erfahren wird, sondern als Chance, um zusammen an Innovationen auf dem Gebiet des zirkulären und gesunden Bauens zu arbeiten.

Regionale Innovationskraft

Die Euregio RMN hat eine gute Ausgangsposition, um auf die Chancen der Kreislaufwirtschaft und des gesunden Bauens zu reagieren. Damit unterscheidet sich die Euregio RMN von anderen Regionen, die den Fokus auf die Kreislaufwirtschaft legen, aber dabei den Gesundheitsaspekt, unter anderem von C2C-Anwendungen, außer Betracht lassen. Die Euregio kennt viele Vorläufer, wie van Houtum, AMI, ECOR, AGMI, STACO, SCHÜCO, Interface Deutschland, E-Bau International, IBU (Ingenieurbüro für Baubiologie und Umweltmesstechnik), Rolladen Müllers und die Gemeinde Venlo, die sich in unterschiedlicher Weise auf gesundes Bauen und  C2C-inspirierte Produkte, Verfahren und Dienstleistungen richten. Die Region kennt eine große Anzahl an auf Hightech-Systeme & Materialien, Sensortechnologie und Energie spezialisierte KMU. Diese Sektoren kennen nicht nur ein hohes Innovationspotenzial, sondern sind auch wesentlich für zirkuläre und gesunde Gebäude. Die Innovationskraft der Region wird jedoch durch einen Mangel an Wissen, grenzüberschreitender Zusammenarbeit und unzureichendem Absatzmarkt noch zu wenig genutzt.

Transition Kreislaufwirtschaft erforderlich

Der Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft ist wesentlich, um eine nachhaltige und kohlenstoffarme Wirtschaft zu erreichen, in der Rohstoffe effizient verwendet werden. Dieser Übergang bietet überdies Chancen durch das Beitragen einer wettbewerbsfähigen Wirtschaft. Es gibt drei Aspekte, die die Transition erforderlich machen:

  1. Effiziente Nutzung von Rohstoffen: in einer Kreislaufwirtschaft werden Rohstoffe lange und hochwertig genutzt, wodurch weniger und letztendlich kein Abfall produziert wird. So wird der Verbrauch von Ressourcen drastisch reduziert und die Abhängigkeit von zu importierenden Ressourcen geringer. Überdies behalten Rohstoffe ihren Wert durch lange und hochwertige Verwendung: am Ende des Lebenszyklus eines Produkts werden Rohstoffe erneut genutzt und findet eine geringere Wertminderung durch Abfallproduktion statt.
  2. Effiziente Nutzung von Energie: die Kreislaufwirtschaft zeichnet sich durch effiziente Energieverwendung und Wiederverwendung aus (beispielsweise die Nutzung von Restwärme). Dies mindert den Energieverbrauch und damit die Produktion von CO2 und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen sowie die Energierechnung.
  3. Beitrag zu einem gesunden Lebensraum: Von einer wachsenden Anzahl chemischer Stoffe wird festgestellt, dass Sie besorgniserregend für die Gesundheit und/oder die Umwelt sind. Die Verwendung dieser Stoffe wird beschränkt oder verboten. In einer Kreislaufwirtschaft wird so viel wie möglich mit nicht toxischen Stoffen gearbeitet. Dies vereinfacht das Recycling und liefert einen Beitrag zu einem gesunden Lebensraum.

 

Dieses Projekt liefert einen aktiven Beitrag zur Transition zu einer Kreislaufwirtschaft durch Förderung des zirkulären Bauens. Ein Beitrag des Bausektors kann von großer Bedeutung sein:  die Hälfte des Abfalls stammt aus dem Bau. Der meiste Abbruchabfall wird jetzt bereits als Fundamentmaterial für Grund-, Wasser- und Straßenbau recycelt, aber dieser Sektor wird gesättigt. Überdies bietet die Kreislaufwirtschaft Chancen für wirtschaftliches Wachstum. Die Kreislaufwirtschaft kann in den Niederlanden 7,3 Milliarden Euro pro Jahr zum BIP und 54.000 Arbeitsplätze beitragen. Für Deutschland wurde kürzlich untersucht, dass sich potenziell 11.000 Unternehmen mit der Kreislaufwirtschaft beschäftigen können, zusammen gut für 250.000 Arbeitsplätze und einem Beitrag von 25 Milliarden zum BIP. Das bedeutet, dass hinsichtlich der Anzahl an Einwohnern (80 Millionen Deutschland, 17 Millionen Niederlande) ungefähr dieselbe Menge an Unternehmen in beiden Ländern in der Kreislaufwirtschaft aktiv werden kann, aber dass der potenzielle Mehrwert für die niederländischen Unternehmen höher eingeschätzt wird.


Partner:

Gemeinde Venlo

Die Gemeinde Venlo nimmt die Funktion des Lead Partners für dieses Projekt auf sich (siehe Beschreibung WP5). Diese Gemeinde wird international als einer der Spitzenreiter auf dem Gebiet des zirkulären und gesunden Bauens gesehen. Projekte, wie die neue Stadtverwaltung, erhalten die Aufmerksamkeit sowohl von Unternehmern, Kompetenzzentren wie Gemeinden auf der anderen Seite der Grenze. Die Gemeinde Venlo ist die einzige behördliche Partei im Konsortium und ist somit die angewiesene Partei, um mit anderen Gemeinden (in den Niederlanden und Deutschland) Gespräche über das Aufsetzen eines „Letter of Intent” für die Region zu führen. Venlo organisiert das erste Projekt-Symposium in 2017.

Universität Maastricht

Die Universität Maastricht spielt vor allem eine wichtige Rolle bei der Analyse, die in WP1 erfolgen wird. Die Ergebnisse, die sich daraus ergeben, werden anschließend auch von ihr auf Symposien geteilt (WP2). Die Universität von Maastricht wird (wie alle Partner) auch bei der Auswahl der Teilnehmer an den Wissensgutscheinen beteiligt sein. Abhängig von den Wissensanfragen kann die Universität von Maastricht eine kleinere oder größere Rolle beim Beantworten der Wissensfragen spielen.

WFG Kreis Viersen, WFMG Wirtschaftsförderung Mönchengladbach GmbH, WF Krefeld, Liof

Die 4 Entwicklungsgesellschaften/KMU-Netzwerkparteien bilden das Rückgrat des Projekts. Sie spielen eine wichtige Rolle bei der Beteiligung und dem grenzüberschreitenden Verbinden ihrer Gefolgschaft. Genau wie alle Parteien bestimmen diese Partner wer für die Innovationsgutscheine in Betracht kommt. WF Krefeld koordiniert zudem WP2, das Liof WP3 und WF Viersen WP4. WF Krefeld organisiert das zweite Symposium in 2018. Mönchengladbach organisiert das Schlusssymposium in 2019 (siehe WP2).

C2CExpoLAB

Das C2CExpoLAB leitet WP1 und arbeitet in diesem WP eng mit der Universität von Maastricht zusammen. Zudem ist C2CExpoLAB für das Aufstellen und das Instandhalten der Online-Plattform (A2.2) verantwortlich.

Ansprechpartner

Christian Boßmann (WFG)

Christian Boßmann
PROJEKTLEITER
Telefon +49 (0)2162 – 8179-106
bossmannn@wfg-kreis-viersen.de