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Jessica Buchner über Sateje Namaha – Yoga & Coaching

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„Die Hürden überwinden und den eigenen Weg finden“

„Machen ist wie wollen, nur krasser.“ Das sagt Jessica D. Buchner im Gründerinterview mit der WFG. Sie hat sich als Personal-Coach und Yoga-Trainerin in Kempen selbstständig gemacht. Sie will Menschen dazu bewegen, ihren eigenen Weg zu finden und zu gehen.

Im Interview beschreibt sie ihren eigenen Weg in die Selbstständigkeit mit der Definition ihrer Zielgruppe und der Ausarbeitung ihres Geschäftsplans. Sie berichtet von den Hürden und Schwierigkeiten und erzählt, wie ihr das Startercenter NRW der WFG dabei geholfen hat, diese Hindernisse zu überwinden. Sie berichtet aber auch Ideen, ihren ersten Erfolgen und von ihrem Wohlfühlbezug zu Kempen. Ihre Erkenntnis aus der Gründungsphase: Sich selbst Zeit geben und Geduld haben.

Lesen Sie hier das ganze Interview mit Jessica D. Buchner.

12 Fragen an Jessica Buchner

Ihre Geschäftsidee in einem einzigen Satz!

Einen Raum zu erschaffen und zu halten, in dem Menschen sich vertrauensvoll entwickeln können, um ihr ganz individuelles, glückliches Leben zu gestalten. Ich unterstütze mit Coaching sowie auch mit Yogaeinheiten, weil ich finde, dass so der ganzheitliche Ansatz der Erfolgreiche ist, wenn ich Körper, Geist und Seele mit auf diesen Prozeß nehme.

Wie ist die Geschäftsidee entstanden?

Entstanden ist es aus meinem eigenen Unglücklichsein heraus und weil ich in meinem alten Job als Mitarbeiterin und auch als Betriebsrätin viele andere unglückliche Menschen in meinem Alltag gesehen habe. Und ich habe auf meiner persönlichen Entwicklungsreise damals in einem Kurs bei Veit Lindau eine Version aufgestellt. Diese Version war damals nicht greifbar, aber es hatte sich die Idee entwickelt in meinem Kopf: „Ich möchte einen alten wunderschönen Vierkant-Bauernhof und da möchte ich ein ganzheitliches Praxiskonzept haben mit verschiedenen Experten und wo Menschen schon voller Vorfreude hinkommen und so richtig glücklich wieder rausgehen.“

Wann war klar, dass Sie sich damit selbständig machen? Was war Ihre Motivation?

Das war tatsächlich eher fließend. Damals liefen meine Energy-Practioner und Yoga-Lehrer Ausbildung parallel und ich hab dann einfach ein Gewerbe angemeldet. Ich dachte, vielleicht habe ich ja mal die Möglichkeit als Yogalehrerin zu arbeiten und dann brauch ich ja ein Gewerbe, es war eher so wie: “MACHEN ist wie WOLLEN nur krasser“, ich hab einfach mal gemacht.

Dann hatte ich das Glück, dass eine Freundin, die Yoga macht, ihrer Yogalehrerin von mir erzählte, und diese dann fragte, ob ich sie vertreten könne. Ich fand das super, habe direkt zugesagt. Und dann hab ich halt die Vertretung gemacht und das hat mir viel Spaß gemacht. Ich habe dann nach Räumen geguckt, die ich stundenweise mieten konnte und hab dann meine eigene Gruppe mit vier Leuten gestartet.  Eswar wirklich ein“ learningby doing“, das hatte erstmal nichts mit groß Geld verdienen zu tun, da gab es keine Gewinne. Es war eher so ein“Guck dass die Ausgaben, die du hast, gedeckelt sind“. Dann ist es erstmal ein Reinkommen und sich Reinfinden.

 

Gab es für Sie einen oder mehrere gute Gründe im Kreis Viersen bzw. Kempen zu gründen? Wenn ja, welche?

Ich lebe sehr gerne hier, ich mag Kempen als Stadt und bin hier zur Schule gegangen, habe meine prägende Jugendzeit hier verbracht. Ich habe so einen Wohlfühlbezug zu Kempen und da mein Bereich natürlich auch viel mit Wohlfühlambiente und Vertrauen zu tun hat, war das der ausschlaggebende Punkt. Außerdem sitzt meine Zielgruppe hier, wobei ich durch das Online Angebot auch grenzübergreifend arbeite.

Wie hat das STARTERCENTER NRW / der Gründungsberater Sie dabei unterstützt?

Das STARTERCENTER kam ins Spiel als sich alles coronabedingt veränderte. t Dieser Außeneinfluss, der auf einmal dar war, der hat so viel verändert, dass ich mich und mein Unternehmen auch deutlich verändern musste und ich an den Punkt kam an dem ich Hilfe brauchte.: So kam der Kontakt zustande. Und dann ging es wirklich nochmal an Grundlagen, angefangen beim Schreiben eines neuen Businessplans, nochmal im Detail zu schauen wer bin ich, wo sind Wettbewerber und was kommt noch. Dass was ich auch in meinen Coachings mache, wenn es um Lebensgestaltung geht, das wurde jetzt mit mir gemacht. So ähnlich wie: „Ja, das klingt gut, was sie da formuliert haben, aber…..“! Tatsächlich ein bisschen Informationen Rausziehen, Ideengebung, zum Beispiel andere Unternehmer zu kontaktieren und zu erfragen, ob eventuell Kooperationsmöglichkeiten bestehen, auf diese Idee wäre ich nicht gekommen. Das hat zwar nachher nicht gefruchtet, aber das ist was Anderes, aber dieses einfach mal ausprobieren, Kontakte knüpfen, regional mehr auf die Bühne zu gehen, das war die ganz große Unterstützung.

Wer oder was hat Ihnen bei der Gründung am meisten geholfen?

Ich habe jetzt ja verschiedene Gründungsschritte durchlaufenAnfangs hat mich erstmal mein Umfeld unterstützt und dann ging es tatsächlich weiter mit viel persönlicher Entwicklung, neuem Netzwerk, dann war ich ja bei „Gedankentanken“ bei der Business Factory, dass war natürlich auch ein riesen Gamechanger für mich, einmal A: der Inhalt, das Wissen was ich vermittelt bekommen habe und das Netzwerk, was ich bis heute habe, wo wir uns gegenseitig Fragen stellen und voneinander profitieren können. Das sind ja keine Freunde von mir oder Menschen, die nah an mir dran sind, sie sind alle im deutschsprachigen Raum verstreut, das sind tatsächlich wichtige Menschen, also die Business Factory mit ihren Referenten war ein ausschlaggebendes Element und das Netzwerk was sich daraus gegründet hat.

Welche Hürden gab es bei Ihrer Gründung und wie haben Sie diese gelöst?

Eine große Hürde war die eigene Angst, weil mein Sicherheitswunsch schon sehr groß war. Ein sicheres Einkommen zu haben,etwas in die Rente einzuzahlen,abgesichert zu sein, das war auf jeden Fall eine große Herausforderung, ist aber auch immer noch nicht komplett gelöst, es gibt immer noch Momente wo sich dieser Punkt meldet, besonders wenn andere davon erzählen. Es ist der Außeneinfluß, kritische Stimmen von außen waren auch hinderlich.

Wie haben Sie ihre Angst vor der Gründung überwunden?

Schritt für Schritt. Ich habe mich ja nicht von heute auf morgen zu 100 % irgendwo rausbegeben, ich habe meinen Job ja noch eine ganze Weile weitergemacht. Heute arbeite ich nebenbei als Fitnesstrainerin in Teilzeit und verdiene mir

ein kleines Grundgehalt dazu, was meinem Sicherheitsbedürfnis ein bißchen Beruhigung gibt. Man weiß, da ist noch so ein kleiner Halt. Es gibt so diesen schönen Spruch: Aus der Angst raus geht es nur durch die Angst hindurch, also man löst eine Angst vorm Fliegen nur, wenn man sich ins Flugzeug setzt und fliegt.

Was waren Ihre Erfolgsmomente während der Gründung?

Also mein erster ganz stolzer Erfolgsmoment, war die Gründung meines eigenen Studios, also die eigenen Räume zu haben, das war schon was ganz Besonderes. Ein Erfolgsmoment war auch, dass meine Yogaschüler, also ich muss auch sagen, als ich mein eigenes Studio gegründet habe, habe ich relativ zeitnah ein anderes Preismodell aufgesetzt und alle sind mitgegangen, das war natürlich auch eine Sorge, die Angst den Preis zu erhöhen, daß die Kunden dann gehen. Aber sie sind geblieben. Das war auch ein Erfolgsmoment gewesen. Und natürlich jedes Feedback meiner Kunden, dass es Ihnen gutgeht. Jede Woche wenn Menschen bei mir Rausgehen mit einem Strahlen im Gesicht oder erleichtert, je nach Thematik, das ist immer wieder ein Erfolgsmoment.

Was hätten Sie rückblickend anders getan?

Also ich würde nichts anders machen wollen. Allerdings bin ich ein proaktiver Mensch, ich gehe schnell nach vorne, ohne dabei ins Bodenlose zu fallen, aber wenn ich eine Idee habe, die mir gefällt, dann gehe ich auch los. Das ist nicht immer nur klug. Es gibt ja auch diesen Spruch: Frag Menschen, die das schon mal gemacht haben.. Ich gucke nicht gerne auf die Konkurrenz, weil es mir egal ist. Sicherlich hätte ich mir den einen oder anderen Stolperstein ersparen können.  Zum Beispiel, wenn ich mich mal getraut hätte jemanden zu fragen, der das schon mal gemacht hat. Eigene Fehler zu machen ist auch nicht schlecht, ich brauche das als kinästhetischer Mensch, ich brauch auch dieses Learning und trotzdem glaube ich, dass es manchmal gut ist von anderen zu lernen. Auch sollte man nicht unterschätzen wie wertvoll manchmal ein Mentor ist. Und dafür auch Geld in die Hand zu nehmen und zu sagen, ich nehme mir mal jemanden der mich ein bißchen begleitet.

Was sind die aktuellen Dinge an denen Sie arbeiten? In welcher Phase befinden Sie sich?

Wie gesagt, ich bin ein Mensch mit vielen Ideen, d. h. Zeit ist immer ein Thema, aber jetzt gerade merke ich das es kollidiert, mich selbst verwirklichen zu wollen und trotzdem noch diese One-Woman-Show durchziehen zu wollen. Plus die neuen Aufträge, die jetzt peu á peu ansteigen. Meinen Ideen gerecht zu werden und dem Bürokratismus mit dem Tagesgeschäft, das kriege ich nicht mehr so richtig koordiniert. Ein Projekt für dieses Jahr ist tatsächlich jemanden an meine Seite zu holen zur Unterstützung. Zusätzlich habe ich letztes Jahr eine Trainer-Speaker Ausbildung gemacht. Ich möchte mehr auf die Bühne gehen, vor Publikum, Workshop-Gruppen, Firmen aber auch Privatteilnehmern sprechen.

Ist das so eine typische Wachstumsphase? Man braucht Beschäftigte und Mitarbeiter, will aber auch Geschäftsmodelle weiterentwickeln, vielleicht auf andere Bereiche expandieren?

Das habe ich von Anfang an immer gemacht, aber da sind auch immer neue Möglichkeiten für Kooperationen, also sich in den Expertisen ergänzen, das ist auch etwas, was ich immer wieder in den Fokus nehme. Lose Kooperationen im Sinne von man empfiehlt sich weiter, auch auch im Sinne von Menschen, die hier in meinen Räumlichkeiten etwas anbieten, was meine Zielgruppe dann auch mitabholt, was einen Zusatz bietet, so dass man sich ergänzt. So dass mein Angebot mit dem anderen zusammen passt, z.B. ein gemeinsamer Workshop.

Was steht für Sie als nächstes an? Welche Ziele haben Sie für dieses Jahr?

Bei mir stehen in diesem Jahr noch zwei bis drei Ausbildungen an, weil für mich mein persönliches Wachstum immer an erster Stelle steht, d. h. meine Expertise immer weiter zu verfeinern. Ich persönlich glaube, dass ein Unternehmen nur so gut wachsen kann, wie der Unternehmer selber. Das liegt bei mir noch im Fokus.

Was würden Sie mit Ihren heutigem Wissen und Erfahrungen anderen Gründern, die sich noch in der Anfangsphase befinden, raten?

Tatsächlich würde ich sagen: „Machen ist wie Wollen nur krasser“! Sich bewusst zu werden, dass die einzigen Grenzen, die es gibt, im eigenen Kopf existieren. Wenn man das Gefühl hat irgendetwas geht nicht,  muss man immer nochmal hinterfragen, wieso es nicht geht. Es gibt dieses tolle Sprichwort: „Alle sagten das geht nicht, aber dann kam einer der wußte das nicht, der hat es einfach gemacht.“ Und was ich persönlich unglaublich wichtig finde, ein ehrliches und ethisches Grundgerüst, also nach außen hin nicht irgendwas zu verkaufen was nicht Fakt ist, sondern sich auch zu erlauben Gründer zu sein, am Anfang zu stehen, sich Zeit zu geben und Geduld zu haben.

Weitere Informationen unter: www.meinlebenistwertvoll.de