{"id":3399,"date":"2017-11-09T12:06:43","date_gmt":"2017-11-09T11:06:43","guid":{"rendered":"https:\/\/wfg-kreis-viersen.de\/?p=3399"},"modified":"2022-01-29T16:12:13","modified_gmt":"2022-01-29T15:12:13","slug":"sucht-bei-arbeitnehmern-dokumentation-ist-pflicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wfg-kreis-viersen.de\/nl\/sucht-bei-arbeitnehmern-dokumentation-ist-pflicht\/","title":{"rendered":"Sucht bei Arbeitnehmern: Dokumentation ist Pflicht"},"content":{"rendered":"<p><strong>Kreis Viersen\/T\u00f6nisvorst \u2013<\/strong> Wie gehen Arbeitgeber mit Alkoholproblemen von Mitarbeitern um? Was ist aus arbeitsrechtlicher Sicht zu tun und wie kann man Betroffenen helfen? Diesen und vielen weiteren Fragen ging die Veranstaltung \u201eSuchtgefahren und arbeitsrechtliche Auswirkungen\u201c des Forum Mittelstand Niederrhein nach. Michael Fechler, Rechtsanwalt von der Unternehmerschaft Niederrhein und Referent des Abends, betonte: In solchen F\u00e4llen sei das Fingerspitzengef\u00fchl und die Initiative des Arbeitgebers gefordert. Die Veranstaltungsreihe wird vom Technologie- und Gr\u00fcnderzentrum Niederrhein und der Interessenvereinigung Mittelst\u00e4ndische Wirtschaft (IMW) organisiert. Ort des Treffens war das Medikamenten-Hilfswerk Action Medeor in T\u00f6nisvorst.<\/p>\n<p>Mitarbeiter mit Alkoholproblemen k\u00f6nnen in Betrieben f\u00fcr Probleme sorgen. Hoher Krankenstand, l\u00e4ngere Ausfallzeiten, verringerte Leistungsf\u00e4higkeit sind nur einige der m\u00f6glichen Folgen. Zu einem Risiko k\u00f6nnen Mitarbeiter zudem werden, wenn im Betrieb mit schweren Maschinen oder Fahrzeugen gearbeitet wird. Die Gefahr von Arbeitsunf\u00e4llen steigt rapide. Deshalb empfiehlt Michael Fechler: \u201eAuff\u00e4lliges Verhalten muss vom Arbeitgeber oder Vorgesetzten ganz genau dokumentiert werden.\u201c<\/p>\n<p>Falle ein Mitarbeiter h\u00e4ufiger durch Alkoholprobleme auf, sei es keine L\u00f6sung, wenn die Kollegen dieses Verhalten deckten. \u201eDas hilft weder den Kollegen noch dem Betroffenen selbst\u201c, betonte Fechler. Er empfahl Interventionsgespr\u00e4che, bei denen das Fehlverhalten klar angesprochen und Konsequenzen bei erneutem Vorkommen aufgezeigt werden. Zudem sollten Arbeitgeber dem Betroffenen Hilfsangebote darlegen und erl\u00e4utern. Gegebenenfalls m\u00fcsse mit Ermahnungen oder Abmahnungen reagiert werden. Auch sei zu kl\u00e4ren, ob es ich um Fehlverhalten oder eine krankheitsbedingte Sucht handle.<\/p>\n<p>Wie m\u00f6gliche Hilfsangebote aussehen k\u00f6nnen, berichtete Dr. Annette Prinz, Ober\u00e4rztin der LVR-Klinik Viersen, mit dem fachlichen Schwerpunkt Alkohol- und Medikamentenabh\u00e4ngigkeit, bei der anschlie\u00dfenden Podiumsdiskussion. Erste Anlaufstellen seien etwa die Suchtberatungsstellen im Kreis Viersen. Diese vermittelten Angebote wie Entgiftungen, ambulanten und station\u00e4ren Entzug und Therapien. Voraussetzung: Der Betroffene muss einsehen, dass er Hilfe braucht.<\/p>\n<p>Die Veranstaltungsreihe Forum Mittelstand Niederrhein wird im Jahr 2018 fortgesetzt. Derzeit arbeiten die Verantwortlichen an einem neuen Programm.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.tzniederrhein.de\">www.tzniederrhein.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kreis Viersen\/T\u00f6nisvorst \u2013 Wie gehen Arbeitgeber mit Alkoholproblemen von Mitarbeitern um? 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