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WFG Kreis Viersen » Cybersecurity: Wertvolle Tipps für Unternehmen
Moderator Prof. Dr. Thomas Merz (2.v.l.) begrüßte die Verantwortlichen des Abends: (v.l.) Udo M. Strenge (Interessenvereinigung Mittelständische Wirtschaft), Sebastian Barchnicki (Digital Sicher NRW), Jana Knuth (NIS2-Anlaufstelle NRW), Dawid Plaza (PK Office GmbH), WFG-Geschäftsführer Dr. Thomas Jablonski und Niederkrüchtens Bürgermeister Thomas Ricker. Foto: WFGScreenshot

Cybersecurity: Wertvolle Tipps für Unternehmen

Wenn sich verdächtige Gestalten an Türen oder Fenstern zu schaffen machen, wählt man die 110. Wenn es brennt oder ein medizinischer Notfall vorliegt, ist die 112 die richtige Wahl. Diese Nummern kennt jedes Kind. Was aber, wenn es zu einem Cyberangriff kommt? Auch hierfür gibt es eine Hotline: Unter 0211 / 939 4040 erreichen betroffene Unternehmen an Rhein und Ruhr rund um die Uhr das Cybercrime Kompetenzzentrum des Landeskriminalamts NRW. Diese Nummer dürften allerdings wohl die wenigsten im Kopf haben, auch wenn eine Attacke aus dem Netz sehr viel wahrscheinlicher ist als ein verheerendes Feuer.

Wie gut (oder schlecht) sind Unternehmen und insbesondere die mittelständische Wirtschaft auf die modernen Gefahren vorbereitet? Darum ging es beim vorletzten Forum Mittelstand in diesem Jahr. „Kein Unternehmen ist zu jung, zu klein, zu unbedeutend, zu unattraktiv, um angegriffen zu werden.“ So lautete die bewusst zugespitzte Kernbotschaft. Auf Einladung der WFG und der Interessenvereinigung Mittelständische Wirtschaft waren viele interessierte Gäste ins Rathaus der Gemeinde Niederkrüchten gekommen, wo sie von Bürgermeister Thomas Ricker begrüßt wurden. Es folgten spannende Impulsvorträge und Diskussionen mit dem Publikum rund um das Thema Cybersecurity. Sebastian Barchnicki von Digital Sicher NRW, Jana Knuth von der NIS2-Anlaufstelle NRW sowie Dawid Plaza vom IT-Unternehmen PK Office machten die komplexe Materie verständlich. Im Mittelpunkt stand die Sensibilisierung, um das gefährliche „digitale Dauerlüften“ in Unternehmen zu beenden.

Sebastian Barchnicki zeigte, wie skrupellos, professionell und leider auch erfolgreich Cyberkriminelle weltweit agieren und für ihre Datenklau- und Erpressungsaktionen auch Firmen in NRW in den Blick nehmen. Zugleich machte er die allgemeine Sorglosigkeit deutlich, die – trotz täglicher Schlagzeilen – nach wie vor in weiten Teilen der Gesellschaft herrscht. So konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmerin des Forums unter anderem die „Top 10-Passwörter in Deutschland 2025“ auf dem Präsentations-Bildschirm lesen. Mit dabei: „123456“, „hallo123“ oder einfach nur „passwort“. Eigentlich logisch, dass derart simple Kombinationen für IT-Profis mit bösen Absichten keine großen Hindernisse darstellen. Dabei gibt es mit Passwort-Managern bereits technische Lösungen, um Zugangsdaten möglichst sicher zu erstellen und zu verwalten.

Ein wichtiger Teilaspekt der Cybersecurity, der an diesem Abend genauer beleuchtet wurde, sind die neuen Anforderungen der NIS2-Gesetzgebung. Die strengeren Regeln für die IT-Sicherheit lösen gerade bei kleinen und mittleren Unternehmen oft Unsicherheit aus. Auch hierzu konnten die Expertinnen und Experten auf dem Podium hilfreiche Tipps, Hinweise und Kontakte nennen.

Das nächste Forum Zukunft findet am 10. November, 18 Uhr, im Rathaus der Stadt Nettetal statt. Unter der Überschrift „Mensch. Maschine. Mut“ geht es um die Frage, wie kleine und mittlere Unternehmen in Zeiten rasanten Wandels – Stichwirt KI – widerstandsfähig bleiben.

Weitere Infos und Anmeldung:
https://wfg-kreis-viersen.de/forum-mittelstand-niederrhein