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WFG Kreis Viersen » Hoffnungsträger Wasserstoff
Mit dem Thema „Wasserstoff“ beschäftigte sich das Forum Mittelstand im Technologiezentrum Niederrhein in Kempen: (v.l.) die Referenten Prof. Dr. Jörg Meyer und Prof. Dr. Mona Wappler, WFG-Geschäftsführer Dr. Thomas Jablonski, Susan Friedrich, Vorstand Interessenvereinigung Mittelständische Wirtschaft und Moderator Prof. Dr. Thomas Merz. Foto: gymi media/Malte Schmitz

Hoffnungsträger Wasserstoff

Das Forum Mittelstand beschäftigte sich im Technologiezentrum Niederrhein mit Energiefragen

Ist Wasserstoff Retter der Energiewende? So lautete das Thema des ersten Forum Mittelstand im Jahr 2023, zu dem der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG) Kreis Viersen, Dr. Thomas Jablonski, im Technologiezentrum Niederrhein in Kempen rund 75 interessierte Gäste begrüßen konnte. „Mit der Auswahl des Themas haben wir ins Schwarze getroffen, es ist hochaktuell“, sagte Dr. Jablonski.

„Das Fragezeichen im Titel der Veranstaltung ist bewusst gewählt“, betonte Prof. Dr. Jörg Meyer von der Hochschule Niederrhein in seinem Impulsreferat. Denn für die Produktion von Wasserstoff braucht es große Mengen an Strom. Da mit Blick auf den Klimawandel das Ziel Treibhausgasreduktion laute, müsse grüner Wasserstoff produziert werden. Dazu brauche es aber eine Verdoppelung der Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien.

Wasserstoff wird derzeit vor allem aus Erdgas erzeugt und in der Großindustrie eingesetzt. Als größeres Einsatzgebiet käme in Zukunft vor allem der Verkehrssektor und die Wärmeversorgung in Frage. Für kleine und mittelständische Unternehmen sagte Prof. Meyer eine wachsende Bedeutung in der Zulieferindustrie voraus etwa in den Bereichen Speicher, Wassertanks, Rohren oder Regelventilen. Zudem werde ein Wettbewerb um Wasserstoff entstehen.

Eventuell werde Wasserstoff ab 2030 in ausreichender Menge zur Verfügung stehen, werde aber nicht der alleinige Retter der Energiewende sein, lautete das Fazit von Prof. Meyer. Im Kreis Viersen spiele Wasserstoff bislang bei den Unternehmen noch kaum eine Rolle. Das bekräftigte Prof. Mona Wappler von der Hochschule Rhein-Waal in der von Prof. Thomas Merz moderierten Diskussionsrunde. Zumindest derzeit sei auch für den Kreis Viersen keine Wasserstoffpipeline geplant. Zudem stünden zügigen Entwicklungen im Moment noch lange Genehmigungsverfahren im Weg.

Das nächste Forum Mittelstand findet am 23. Mai im Rathaus Nettetal statt. Das Thema lautet dann: „Technologie-Resilienz in kleinen und mittelständischen Unternehmen“.

www.wfg-kreis-viersen.de