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Modellregion für nachhaltiges Bauen

Weniger Rohstoffe, emissionsarme Baustoffe, ökologische Kreislaufwirtschaft: Nachhaltiges Bauen soll den Menschen und der Umwelt nutzen. Um dieses Modell auch in der Region voranzubringen, beteiligt sich die Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG) des Kreises Viersen am grenzüberschreitenden Projekt Healthy Building Network. Das von der EU geförderte Projekt zielt darauf ab, Interessenten zu gewinnen, die nach den Kriterien des nachhaltigen Bauens arbeiten wollen. So geht es darum, den Verbrauch von Energie und Ressourcen zu minimieren, keine gesundheitsschädlichen Stoffe zu verwenden und so einen Nutzen für Mensch und Umwelt zu erzielen. Denn mit einem gesunden Raumklima steigt auch die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter. Am Projekt beteiligen sich neben der WFG Kreis Viersen auch die Städte Krefeld, Mönchengladbach und Venlo sowie ein Unternehmensnetzwerk. Wissenschaftlich begleitet wird „Healthy Building Network“ von der Universität Maastricht. Bei einem ersten Innovationsworkshop trafen sich jetzt 25 Teilnehmer in Venlo, um die Eckpfeiler für das vierjährige Projekt abzustimmen. Venlo gilt als führend, wenn es um das gesunde, nachhaltige Bauen geht. Die Stadt hat das Rathaus nach diesen Kriterien errichtet. Es ist geprägt von einer offenen Halle mit Pflanzen und viel Holz, es gibt keine festen Büros, jeder Mitarbeiter sucht sich seinen Arbeitsplatz selbst – täglich neu. Innen und außen gehen quasi ineinander über, es herrscht eine offene Atmosphäre. Das Interesse an dieser Bauweise ist groß; viele Besucher kommen, um sich zu informieren. Der Kreis Viersen will mit dem Bau des neuen Kreisarchivs einen ähnlichen Weg beschreiten. „Wir wollen mit diesem Projekt Interessenten gewinnen, die nach diesen Kriterien bauen wollen. Zielgruppen sind einerseits Unternehmer vom Architekten über Stadtplaner bis zum Baustoffhändler, und andererseits Abnehmer und Verbraucher, die so heute schon in die Zukunft investieren“, sagt Heinz-Willi Stefes, Projektleiter bei der WFG. Und ergänzt: „Wir wollen eine Modellregion werden für gesundes und nachhaltiges Bauen, neue Geschäftsfelder erschließen und damit Standortvorteile erreichen.“ Und ganz nebenbei soll die deutsch-niederländische Zusammenarbeit gestärkt werden.